06 WORKSHOP ATLAS DER WOHNUNGEN

06 ATLAS DER WOHNUNGEN Ausgehend von euren Entscheidungen im „Urban Fit“ und euren Voruntersuchungen aus dem Szenario, sollt ihr euch im nächsten Schritt mit der internen Organisation eurer Architektur beschäftigen. Neben den notwendigen Anforderungen an Erschließung, Belichtung und Belüftung, geht es aber vor allem darum, das Besondere eures Konzepts in den Grundriss zu übersetzen. Wer sind die Bewohner und wie könnten mögliche passende Grundrisse aussehen. Was ist das Verhältnis von privater, gemeinschaftlicher und öffentlicher Fläche? Kann und soll das Gebäude andere Nutzungen aus dem Stadteil aufnehmen oder dem Stadtteil anbieten?
5-Floorplan-Manual-Housing_Diagrams-1Fourth, Revised and Expanded Edition // 
Oliver Heckmann, Friederike Schneider // Birkhäuser 2011

 

Euer Diagram wird die zeichnerische Grundlage für eure Grundrissüberlegungen. Vergesst nicht, dass ihr ein Gebäude entwerfen sollt, dass euer Konzept widerspiegelt. Nutzt die ermittelte Kontur aus dem Urban Fit Workshop um Entscheidungen zu treffen. Wie und wo soll das Gebäude erschlossen werden? Macht die gewählte Gebäudeform auch innenräumlich Sinn? Welche Gebäudetiefen ergeben sich? Definiert Flächen und Größen, die im weiteren Verlauf zu einer Wohneinheit weiterentwickelt werden können. Wie sind diese ausgerichtet und an die Erschließung angebunden?
Nach dieser gemeinsamen Überlegung soll jedes Mitglied der Entwurfsgruppe einen Grundriss in 1:50 für eine Einheit entwickeln. Wichtig ist, dass die vier Grundrisse am Ende der Aufgabe einen starken Bezug zu eurem Konzept haben und dieses in verschiedenen Strategien hinterfragen. Verhandelt wie ihr euer Konzept in räumliche Qualitäten übersetzen könnt, trotz unterschiedlicher Grundparameter. Groß, klein, hell, dunkel, laut leise usw.
Um diese Grundrisszeichnungen zu entwickeln, stehen euch Maßstabsschablonen zu allen wichtigen Wohnbereichen auf der Cloud zur Verfügung. Diese können – ausgedruckt und ausgeschnitten- dazu genutzt werden euren Grundriss zunächst analog in einem „trial n‘ error“ Prozess zu entwickeln. Nutzt die Informationen aus Jacobs Vorlesung, dem Input und der Erschließungsfibel, um die Fragen zu Gebäudetypologien und Erschließungsformen zu beantworten.
Jedes Mitglied soll seine Variante digitalisieren und für unseren Atlas der Wohnungen aufbereiten. Dafür müssen die CAD-Vorlagedatei und das Indesign-Template auf der Cloud genutzt werden. Dieser Atlas wird der gesamten Gruppe als Open Source zur Verfügung gestellt.
Eure Erkenntnisse aus dieser Übung sollen von euch in einer nächsten Verhandlungsrunde nun in zwei gemeinsame Grundrisse im Maßstab 1:200 übersetzt werden. Ein Regelgeschoss und das Erdgeschoss. Hier habt ihr nun die Möglichkeit die wichtige Anbindung an die Stadt und die Gemeinschaftsbereiche, die ihr gemäß eures Konzepts entwickeln wollt, darzustellen. Welche Einheiten finden sich in eurem Geschoss wieder? Lassen diese sich 1:1 in der gewählten Kubatur unterbringen oder müsst ihr sie anpassen? Muss und kann sich der Grundriss der Gebäudeform anpassen oder solltet ihr eure gewählte Kubatur noch einmal anpassen? Versteht auch diese Übung als Werkzeug um eure Strategien zu testen. Übersetzt neue Erkenntnisse auch zurück in eure Modellarbeit.
ABGABELEISTUNG ZUR PRÄSENTATION:
4 x Grundriss 1:50 (1 pro Gruppenmitglied) gemäß Vorlageformat Indesign (cloud)
1 x Regelgeschoss 1:200 mit Nachbarbebauung und Nordpfeil
1 x Erdgeschoss 1:200 mit Nachbarbebauung, städtischer Anbindung und Nordpfeil.